Fahrzeuge

Die Weltverbenzer-Fahrzeuge kurz vorgestellt:

W201 190

Der W201 war mein erstes Auto. Den Wagen habe ich zum 18. Geburtstag geschenkt bekommen, da klar war, dass das erste Auto ein Mercedes-Benz werden musste. Meine Aussage war damals „Entweder ein Mercedes, oder gar kein Auto.“ Damit war die Sache klar. Der Wagen hat mich treu zur Schule, regelmäßig 2 Stunden zu meiner damaligen Fernbeziehung und auch in einen Dänemark-Urlaub gefahren. Meine Karriere als Pizza-Fahrer wurde damit auch zuverlässig bestritten.

Einzige Reparaturen waren ein kaputtes Traggelenk und ein defekter Lenkungsdämpfer. Nach 1,5 Jahren stellte ich jedoch fest, dass mir das Auto zu klein war und ich auch gerne einen Diesel haben möchte. Der Benzin-Preis ist mir einfach zu teuer geworden und ich hatte Interesse daran, das Fahren mit Rapsöl auszuprobieren. Der 190 hat mich maßgeblich mit meiner Alt-Mercedes-Liebe geprägt und es ist mir sehr schwer gefallen, ihn zu verkaufen. Aber leider muss ich heute sagen, war er rosttechnisch nicht mehr erhaltenswert. Somit wurde er damals für den Export abgeholt.

W124 250 D – Limousine

Die Limousine ist seit Januar 2012 da und wurde damals mit ca. 160.000km gekauft. Ursprünglich sollte es ein anderer W124 werden. Dieser entsprach jedoch nicht dem Zustand, den der Verkäufer am Telefon vermittelt hatte und ich war enttäuscht, da die Anreise ca. 2 Stunden betrug. Spontan wurde dieser hier nur 15min. entfernt aufgespürt und abends noch Probe gefahren. Nach kurzer Bedenkzeit von 8 Stunden (Schlaf) wurde das Fahrzeug am nächsten Tag gekauft. Zu machen war damals der Kurbelwellensimmerring und die Querlenker inkl. Traggelenke. 

Das Fahrzeug wurde natürlich auch umgehend mit Rapsöl betankt und hat mich so jahrelang täglich zur Schule gebracht und wurde natürlich auch zum Pizza ausfahren genutzt. Diverse Camping-Urlaube mit Zelt wurden auch durchgeführt. 

Nun knapp 170.000km später wird zum Campen zwar ein anderes Fahrzeug genutzt, jedoch werden auf dem Arbeitsweg täglich fast 100km gefahren. Ich bin mit diesem Fahrzeug als Alltagswagen absolut zufrieden und habe seit 2012 nie den Wunsch verspürt, ein neues Alltagsfahrzeug als den W124 zu kaufen. Blog zur Limousine: Limousine Blog

 

VF124 250 TD – Binz Krankenwagen

Der Krankenwagen kam 2014 mit 376.000km dazu. Mittlerweile sind es 435.000km. Mein Traum war schon länger, genau diesen Krankenwagen zu besitzen, leider waren alle Preise und- oder Zustände in den Verkaufsangeboten im Internet absolut unpassend zu meiner aktuellen Lebenssituation als Azubi – Zitat meines Stiefvaters: „Was? Zwei Autos als Azubi? Das schaffst du niemals..“ Trotz dessen habe ich regelmäßig die diversen Portale durchforstet. Spoiler: Ich habs geschafft! 

Und dann war dort das perfekte Angebot! Der Wagen stand in Neubrandenburg. Dies ist zwar die hässlichste Stadt, die ich jemals in Deutschland gesehen habe (sorry an alle Neubrandenburger), aber es war nicht zu weit weg. So sind wir bewaffnet mit einem Kurzzeitkennzeichen dort hingefahren. Die Probefahrt hat mich ein bißchen zweifeln lassen. Das ganze Auto hat vibriert, der Auspuff war defekt und auf der Bühne kam ein DIN A4 großes Rostloch unter dem Sacco-Brett zum Vorschein. Trotzdem hat mein Stiefvater mich zu dem Auto ermutigt. Die Preisverhandlung lief ebenfalls sehr gut und somit sind wir fröhlich (wenn auch ohne Mercedes-Stern auf der Haube) nach Hause gefahren. 

Die Restauration und Zulassung haben insgesamt ca. 1,5 Jahre gedauert, was auf temporäre Unsicherheiten und Geldmangel zurückzuführen war. Nun hat mich das Auto aber schon auf vielen Reisen begleitet und es wird immer mal etwas am Camper-Ausbau verbessert und optimiert. Mehr dazu im Blog zum Krankenwagen: Krankenwagen Blog

Abendstimmung

 

R129 300 SL 24

Mein Traum war immer ein A124 – und zwar kein MOPF2 Fahrzeug mit 200/220/320 E Motor, sondern ein MOPF1 Fahrzeug, welches (bis auf einige USA-Modelle) nur mit dem M104 300 24-Ventiler existieren. Dieser Motor hat ja durchaus einen Ruf einer Diva. Gleichzeitig macht es ihn auch interessant. Trotz dessen war ich mir nicht sicher, ob dieser drehzahlsüchtige Sport-Motor zu mir als Dieselfahrer passen würde. Kurz gesagt.. nun weiß ich es. 

Der SL kam 2019 zu mir. Aber im Grunde genommen hat er sein gesamtes Leben in der Familie gebracht. Bestellt wurde er damals von meinem leiblichen Großvater, welcher leider kurz vor meiner Geburt von uns gegangen ist. Der SL wurde dann von seiner Frau (nicht meine leibliche Großmutter) bis zu ihrem Tod gefahren. Danach wurde der SL von meiner Tante und meinem Onkel als Alltagsfahrzeug gefahren.

Das Fahrzeug wurde durchgängig von Mercedes-Benz gewartet und das Scheckheft wurde konsequent gepflegt. Es gibt einen dicken Ordner, in dem vom originalen Kaufvertrag bis über Strafzettel aus 1992 alles aufbewahrt worden ist.

Leider gab es nach und nach immer mehr Wehwehchen, welche für Nicht-Liebhaber bei einem Youngtimer durchaus problematisch sein können. 2019 streikte dann der Rückwärtsgang, bzw. funktionierte dieser nur noch im kalten Zustand. Für uns Alt-Mercedes-Fahrer ist das ein typisches Problem, für „normale Leute“ leider nicht. Mercedes-Benz Lübeck wollte für 8.000€ ein neues Getriebe einbauen, obwohl es im Mercedes-Benz WIS eine Anleitung zur Reparatur dieses Problems gibt. 

Dies war meinem Onkel dann doch zu teuer und er sagte zu mir: „Johannes, du magst doch alte Mercedes – dann nimm ihn.“ Ähm..ja..gerne! Ein bißchen überrascht und aufgeregt fuhr ich nach Lübeck und schaute mir das Auto, welches ich ja schon kannte, an. Dies war eine komische Fahrzeugbegutachtung mit dem Auge auf Fehler gerichtet, die man bei einer Preisverhandlung anbringen kann und ob es sich lohnt, sich dieses Autos anzunehmen oder nicht. Der kleine Unterschied hier war jedoch: Es gab keine eigentlich nichts zu entscheiden. Trotzdem war einiges an dem Auto zu machen. Hierzu werde ich nachträglich noch ein paar Beiträge im Blog zum SL veröffentlichen: SL Blog